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Ein Testament verfassen

Ein Testament verfassen benennt den letzen Willen, der mit einem Stift unterschrieben wird.

Der Begriff Testament leitet sich vom lateinischen Verb „testari“, zu deutsch „bezeugen“, ab und bezeichnet eine Verfügung von Todes wegen, die Regeln für den Erbfall festlegt.
Diese letzwillige Verfügung ist nach deutschem Recht formbedürftig, einseitig und vom Erberlasser jederzeit widerrufbar. Eine andere Form um eine Erbschaft zu regeln, wäre ein sogenannter Erbvertrag.

Wie verfasse ich mein Testament? Brauche ich dazu einen Notar?

Ein Testaments muss handschriftlich verfasst werden und neben einer gültigen Unterschrift auch eine Orts- und Datumsangabe enthalten. Auch eine eindeutige Überschrift wie beispielsweise „Mein letzter Wille“ oder „Testament“ ist für eine letzwillige Verfügung empfehlenswert. Um Missverständnissen und Unklarheiten vorzubeugen, sollte eine letzwillige Verfügung klar und eindeutig formuliert sein. Die begünstigten Erben sollten mit dem vollständigen Vornamen und Nachnamen, sowie dem Geburtsdatum, genannt werden. Falls mehere Vornamen vorliegen, sollte nicht nur der Rufname, sondern alle Vornamen vollständig in der Verfügung aufgezählt werden.
Der Gang zum Notar ist nicht zwangsläufig notwendig, solange das Testament die erforderlichen rechtlichen Formalia erfüllt. Sind die Vermögenswerte kompliziert, zum Beispiel bei Hausbesitzern oder Unternehmern, ist es empfehlenswert einen Notar zu Rate zu ziehen, um den eigenen Willen geregelt durchzusetzen und auch rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Überschreitet die Höhe des Nachlasses einen bestimmten Freibetrag, der abhängig vom Verwandschaftsgrad und der vorliegenden Steuerklasse ist,  müssen die Erben Steuern zahlen. In diesem Falle kann sich auch ein Besuch bei einem Steuerberater lohnen, um die Abgabe für die Erbschaftssteuer so gering wie möglich zu halten.

Was passiert, wenn ich kein Testament verfassen möchte?

Hat ein Verstorbener vor seinem Tod keinen gültigen letzen Willen verfasst, gilt die gesetzlich vorgeschriebene Erbfolge. Die Angehörigen sind dabei in drei Ordnungen, gestaffelt nach ihrem Verwandschaftsgrad, unterteilt:

      1. Ehepartner/eingetragene Lebenspartner, Kinder und Enkel
      2. Eltern, Geschwister, Nichten und Neffen
      3. Großeltern, Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen

Erben einer früheren Ordnung schließen bei der Erbfolge die Erben einer späteren Ordnung aus. Enkelkinder, Nichten oder Neffen können nicht erben, solange ihre Eltern noch leben. Sind die Eltern jedoch bereits verstorben, treten sie an Stelle ihrer Eltern als Erben in Kraft.
Gibt es in der Erbfolge Kinder oder Enkel, erbt der Ehepartner des Verstorbenen die Hälfte des hinterlassenen Vermögens. Gibt es nur noch lebende Verwandte der 2. Ordnung, erbt der Ehepartner von rechts wegen drei Viertel des Vermögens.

Wer sollte einen schriftlichen letzten Willen verfassen?

Die gesetzliche Erbfolge entspricht nicht immer den Vorstellungen des Erblassers. Jeder, der nicht möchte, dass nach seinem Tod die gesetzlich festgelegte Erbfolge eingehalten wird, sollte unbedingt entsprechende Vorkehrungen treffen und einen gültigen letzten Willen verfassen, um Streitigkeiten unter den Angehörigen zumindest juristisch auszuschließen. Ein gesetzlich vorgeschriebener Pflichtanteil muss allerdings an jeden Erben ausgezahlt werden, der in der gesetzlichen Erbfolge vorgesehen ist. Dieser Pflichtanteil beträgt mindestens 50% des gesetzlich vorgeschriebenen Erbes und ist in Form einer Geldzahlung vorzunehmen. Andere Vermögenswerte, wie beispielsweise Immobilen oder Unternehmen, können nicht als Pflichtanteil vermacht werden. Personen, zu denen kein biologischer oder rechtlicher Verwandtschaftsgrad besteht, zum Beispiel Schwiegereltern und Schwäger/in, die nur indirekt einen Verwandtschaftsgrad haben, können nur durch eine letztwillige Verfügung zur Erbschaft berechtigt werden. Auch Stiftungen und Vereine können nur durch schriftliche und gültige Festlegungen erben.

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Worauf muss ich achten?

Bevor man sich tatsächlich aktiv an die Aufteilung des Vermögens und das Schreiben eines letzten Willens macht, sollte man sich einen möglichst detaillierten Überblick der vorhandenen Vermögenswerte verschaffen. Hierzu zählen neben Bargeld und Bankguthaben auch Häuser, Immobilen, Autos, Wertpapiere und Aktien. Allerdings fließen auch finanzielle Verpflichtungen so wie Hypotheken und Schulden in den Nachlass mit ein. Auch ein bestehender Mietvertrag geht ohne gültige Kündigung automatisch auf die Erben über.
Soll das vorhandene Erbe unter mehreren Erben aufgeteilt werden, kann es hilfreich sein in Prozentzahlen anzugeben, wer prozentual wie viel bekommen soll.  Denn fixe Beträge können sich bei einer Steigerung oder Verminderung des Vermögens verschieben und so zu unnötigen Komplikationen bei der Aufteilung des Erbes führen.
Ein Erbe darf auch an bestimmte Auflagen geknüpft sein, beispielsweise, dass eine Immobile erst dann veräußert werden darf, wenn auch der überlebende Ehepartner des Erblassers verstorben ist oder, dass eine Enkelin ihren Erbanteil nur dann bekommt, wenn sie sich dafür um das Haustier des Verstorbenen kümmert.
Aus dem Nachlass herausgelöst werden können einzelne Gegenstände, indem sie „per Vermächtnis“ an die bestimmte Person vererbt werden.
Wichtig für einen gültigen letzten Willen ist die sogenannte "Testierfähigkeit", welche sicherstellen soll, dass ein Erblasser mündig genug ist, seine Verfügung von Todes wegen zu verfassen. Bei fortgeschrittener Demenz beispielsweise könnte das Testament ohne ein Attest vom Neurologen, der die Testierfähigkeit bestätigt, nachträglich angezweifelt und angefochten werden.

Kann ich meinen letzten Willen nachträglich ändern?

Ein Testament kann jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert oder widerrufen werden. Hat man den letzten Willen selbständig verfasst und bei sich zu Hause aufbewahrt, kann man das alte Testament einfach vernichten und ein neues verfassen. Wurde das Dokument von einem Notar beglaubigt muss auch das Neue gemeinsam für gültig erklärt werden. Damit dies möglich ist, muss weiterhin Testierfähigkeit bestehen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten widerrufene Verfügungen vernichtet werden, auch wenn eine neue letztwillige Verfügung mit jüngerem Datum eine vorhergehende automatisch als ungültig erklärt. Ein weiterer Weg um Unklarheiten vorzubeugen ist es, den Widerruf eines vorhergegangenen Dokumentes im neuen Schreiben ausdrücklich zu erwähnen.

Wo bewahre ich mein Testament auf?
Ein Testament kann einfach zu Hause an einem sicheren, aber doch leicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Entscheidet man sich für eine Aufbewahrung zu Hause, sollte man einer Vertrauensperson sagen, wo die letztwillige Verfügung im Todesfall zu finden ist. Es ist auch möglich und gänig, der Person, die am meisten vom Erbe profitiert, bereits vor dem Ableben eine Abschrift auszuhändigen. Sind die Verwandtschaftsverhältnisse kompliziert oder Stiftungen und Vereine als Erben eingesetzt, kann es sich durchaus empfehlen, das Dokument gegen ein geringes Entgelt bei einem Nachlassgericht aufbewahren zu lassen. Im Todesfall werden die Erben dann automatisch vom Gericht benachrichtigt.

Berliner Testament
Eine Sonderform des letzten Willens ist das sogenannte Berliner Testament, bei dem sich beide Ehepartner gegenseitig als Alleinerben einsetzen. Es handelt sich hierbei also um ein gemeinschaftliches Testament. Auch bei eingetragenen Lebenspartnerschaften kann dieses Konzept genutzt werden. Einer der Vorteil bei dieser Art von letztem Willen ist es, dass man so die finanzielle Absicherung des überlebenden Partners sichern kann. Sind beide Partner verstorben, treten die Kinder an die Stelle des oder der Alleinerben. Ein Nachteil ist es, dass das Erbe möglicherweise zweimal versteuert werden muss.


Im Internet können sie Textbausteine und Vorlagen zum Verfassen eines gültigen letzten Willens finden.
Achtung: Eine private letztwillige Verfügung darf kein gedruckter Text sein! Sie müssen die gesamte Verfügunge eigenhändig und handschriftlich, mit Angabe von Ort und Datum, sowie Unterschrift verfassen, damit sie gültig ist. Option im Alter empfiehlt daher: Drucken Sie sich ein gewünschtes Muster aus und schreiben Sie es anschließend mit der Hand ab!


Dieser Artikel dient lediglich einer allgemeinen Information und ersetzt keineswegs eine Rechtsberatung.