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Fakten und Zahlen zur Pflegesituation in Deutschland!

In den letzten Jahren wurden vermehrt Stimmen nach einer Verbesserung der Pflegesituation lauter. Als Gründe hierfür wurden oftmals der demografische Wandel und die stetig sinkende Zahl der Pflegefachkräfte genannt. Pflegebedürftigen, Angehörigen und anderweitig Betroffenen bedurfte es immer mehr nach einer Reform der Pflegesituation in Deutschland. Die Frage des Wohnens im Alter beschäftigte viele Menschen. Doch wie steht die Lage nun tatsächlich?

Laut Bundessamt für Statistik stieg die Zahl der Pflegeheime und der ambulanten Pflegedienste in den letzten Jahren an . Im Zeitraum 2007 bis 2015 ergab sich eine Erhöhung der aktiven Pflegeheime in Deutschland um 2567. Die Anzahl der ambulanten Pflegedienste stieg währenddessen um 1794. Parallel dazu konnte ein positiver Trend in der Zahl der Pflegebedürftigen (nach SGBXI) beobachtet werden. Diese stieg nämlich um 8,9 %. Insgesamt wurden 857000 Menschen in Pflegeheimen versorgt. Von 718000 „Best Best Agern“ (90+), waren im Jahr 2015 rund 66 % pflegebedürftig. Wessen Alter zwischen 85 und 89 Jahren lag konnte eine 40% Pflegequote verzeichnen. Bei den 75-bis 84-Jährigen lag diese bei 36 % und bei den 65- bis 69-Jährigen konnte konnten magere 3 % gemessen werden.

Während 75900 Pflegebedürftigen eine Vollzeitpflege erhielten konnten 24000 in Kurzzeitpflege und 74000 in Tagespflege untergebracht werden. Von 13600 Pflegeheimen in Deutschland waren im Jahr 2015 53 % in freigemeinnütziger Trägerschaft. Im Ländervergleich hatten diese Heime besonders in Mecklenburg-Vorpommern (64%) und Brandenburg (63%) eine enorme Wichtigkeit. Umgekehrt stellten privaten Heime mit 66% und 60% in Schleswig-Holstein und Niedersachsen eine großen Teil der Versorgung dar.

Die Pflegestatistik 2017 berichtet, dass von 730000 Beschäftigen in deutschen Heimen knapp 63 % Teilzeitkräfte waren. In Kontrast dazu konnten 29 % als Vollzeitangestellte und 7 % als Auszubildende/Umschüler ermittelt werden. Unterstützung von jungen Menschen durch Abslovierens eines freiwilligen sozialen Jahrs machte 1 % aus.

Alternativen zum Wohnen im Alter stellten auch ambulante Pflegedienste dar. Wer die Dienste eines solchen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nahm, tat dies wahrscheinlich aus dem privaten Sektor. Mit 51 % stellten die privaten ambulanten Pflegedienste laut Pflegestatistik die Mehrheit dar. Im bundesweiten Vergleich waren private Pflegedienste in den neuen Ländern um ein Vielfaches mehr repräsentiert (49-59%). In den alten Ländern, vor allem in Baden-Württemberg (31%) und Bayern (40%) lag der Bedarf deutlich niedriger. Spitzenreiter waren allerdings die Bundeländer Berlin und Hamburg mit stolzen 71%.

Im Rahmen der Beschäftigung bei ambulanten Pflegediensten konnten 355000 Arbeitsplätze ermittelt werden. Davon waren 70% Teilzeitkräfte, 27 % Vollzeitkräfte und 3 % Auszubildende/Umschüler.

 

 

 

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