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Finanzierung von Wohnraumanpassungen

Wohnraumanpassungen werden mit Geld finanziert.

Welche Kosten einer Wohnraumanpassung übernimmt die Krankenkasse?

Wenn durch Alter oder Krankheit gewisse Umbauten nötig werden, stellt sich häufig auch die Frage der Finanzierung. In der Regel beteiligen die Krankenkassen sich an den Kosten für den Umbau einer Immobilie, in der Pflege stattfindet. Die Voraussetzung hierfür ist es, dass die pflegebedürftige Person durch den Umbau wieder selbständiger leben oder besser gepflegt werden kann.

Die Kosten für Umbaumaßnahmen hängen stark von den nötigen Anpassungen sowie von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ein wichtiger Faktor ist auch die Mobilität des Betroffenen. Für einen Rollstuhlfahrer muss ein Bad oder Treppenlift ganz anders gebaut werden als für jemanden, der lediglich Schwierigkeiten hat Treppenstufen oder Höhenunterschiede, wie den Rand der Dusche, zu überwinden.

Badumbau

Maßnahmen zum Umbau im Bad können zum Beispiel sein, Halte- und Stützgriffe anzubringen, schwellenlose Türen und Duschen, rutschhemmende Bodenbeläge, ein Badewannenlift, eine Dusch- oder Sitzbadewanne, ein Verbrühschutz, Ablageflächen rund um das Waschbecken oder ein höheres oder höhenverstellbares WC. Oft muss auch mehr Platz zwischen den Sanitäranlagen eingeplant werden. Dieser Platzbedarf wird bei einem Rollstuhlfahrer umso größer. Auch muss man auf ein unterfahrbares Waschbecken und niedrig hängende Spiegel achten.

Je nachdem wie viele der Maßnahmen ergriffen werden müssen und wie viel Platz das Badezimmer von vornherein bietet, variieren die Kosten stark. Die Montage von Haltegriffen ist mit wenigen 100€ deutlich günstiger als ein kompletter Badumbau mit einer Grundrissänderung, was schnell in den Bereich einer fünfstelligen Summe führen kann.


Treppenlifte

Auch bei Treppenliften sind die Preisunterschiede enorm. Neben den individuellen Ausstattungsbedürfnissen kommen auch bauliche Aspekte hinzu. Die Treppenform, sowie die Treppenmaße spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei einer geraden Treppe ist die Anfertigung der Schienen einfacher und verursacht daher weniger Kosten. Je gewundener die Treppe ist, desto aufwendiger und kostspieliger wird die Anfertigung der Führungsschienen. Wenn nur wenig Platz zum Ein- und Aussteigen vorhanden ist, muss man meist auf Sonderanfertigungen zurückgreifen, die dementsprechend teuer sind. Auch die Etagenanzahl spielt eine große Rolle, da sich bei mehreren Etagen die Länge der Fahrbahn und daher auch die Kosten an Material und Herstellung vergrößern. Ist die Bausubstanz zu schlecht und daher nicht tragfähig müssen Verstärkungen eingebaut werden, die den Preis zusätzlich in die Höhe treiben. Dies ist aber nur in sehr seltenen Fällen notwendig.

Die Qualität des Produkts und die Ausstattung spielen natürlich ebenso eine Rolle wie die Art des Treppenlifts. Ein Sitzlift ist am günstigsten, für gerade Treppen bereits ab 3.000€ zu bekommen, wobei die Grenze nach oben hin bis knapp 10.000€ geht. Bei kurvigen Treppen fangen die Preise bei knapp unter 10.000€ an bis hin zu 16.000€. Für Rollstuhlfahrer muss man einen Hub- oder Plattformlift anschaffen, wobei der Hublift mit Kosten zwischen 6.000 und 12.000 € günstiger ist als ein Plattformlift für den die Preise zwischen 9.000 und 18.000€ liegen. Ein Senkrechtlift ist am kostenintensivsten mit Preisen zwischen 18.000 und um die 40.000€. Diese Preise sind natürlich Durchschnittswerte und dienen nur einer ersten Orientierung.

Wenn der Zeitraum, in dem der Treppenlift benötigt wird absehbar ist, gibt es auch die Möglichkeit einen Treppenlift zu mieten. Dies ist besonders bei geraden Treppen, bei denen nur eine Etage überwunden werden soll, eine Möglichkeit, die sich lohnt in Erwägung zu ziehen.


Zuschüsse

Die Pflegekasse bezuschusst Umbaumaßnahmen mit bis zu 4.000€, wenn diese das selbständige Leben des Betroffenen erleichtern, Pflegetätigkeiten zu Hause erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Dieser Zuschuss bezieht sich auf eine Person. Leben in dem Haushalt aber zwei Personen, die von dem Umbau profitieren, beispielsweise ein Ehepaar, kann die doppelte Summe bezuschusst werden, also bis zu 8.000€. Dies geht bis zu 16.000€, also vier Personen, die gemeinsam in einem Haushalt leben, was besonders für Wohngemeinschaften interessant ist.

Dieser Zuschuss kann für jede Maßnahme in Anspruch genommen werden, weshalb es sich lohnen kann, nicht gleich alles auf einmal umzusetzen, sondern nach und nach. Lässt man beispielsweise Haltegriffe im Bad einbauen, rutschfeste Bodenbeläge im Bad, sowie Bewegungsmelder, die den nächtlichen Gang zur Toilette erleichtern, kann man diesen Zuschuss in Anspruch nehmen. Sollte es später notwendig werden, die Badewanne zu einer Dusche umzubauen und einen Treppenlift anzuschaffen, kann man diesen Zuschuss erneut beantragen.

Bei bestimmten Maßnahmen übernimmt die Pflegekasse die Anschaffungskosten. Dies ist der Fall, wenn ein Arzt eine Verordnung für ein anerkanntes Hilfsmittel wie einen Badewannenlift und Stützgriffe stellt.

Umbauten können zudem auch von der KfW-Förderbank bezuschusst werden. Dieser Zuschuss beträgt bis zu 6.500€. Zudem vergibt die Bank günstige Kredite für altersgerechte Umbaumaßnahmen. Im Falle eines Badumbaus müssen dabei aber festgelegte Normen eingehalten werden, was den Platzbedarf angeht.

Wenn der Einbau eines Treppenlifts medizinisch notwendig ist, kann man die Kosten hierfür als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Dafür ist lediglich eine Bescheinigung eines Arztes nötig. Solche Bescheinigungen kann neben Fach- und Amtsärzten auch der Hausarzt der betreffenden Person ausstellen.

Gerne sind wir Ihnen bei der Handwerkersuche für einen Badumbau behilflich und vergleichen für Sie Angebote für Treppenlifte und Wannenlifte

 

Haben Sie weitere Fragen zur Finanzierung von Wohnraumanpassungen und möglichen Zuschüssen? Kontaktieren Sie uns gerne kostenlos!