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Flexirente seit 2017

 Durch Flexirente können Senioren auch im Alter große Scheine verdienen.

Die neue "Flexirente" seit 2017

Der Begriff ist vor allem ein politisches Schlagwort, welches während dem Gesetzgebungsverfahren zum Rentenversicherungs-Leistungspaket aufkam und auf das "Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben" vom 21. Oktober 2016 zurückgeht.
Die Flexirente soll eine Art Gegengewicht zum abschlagsfreien Rentenzugang ab dem 63. Lebensjahr bieten und Beschäftigungshürden bei der Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern über die Regelaltersgrenze hinaus verringern. Zentral ist vor allem ein Umdenken und Änderungen im Bereich von Arbeits- und Sozialrecht.

Seit 2017 können Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze 6.300 Euro im Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Die bisherige monatliche Höchstgrenze von 450 Euro wird zugunsten dessen aufgegeben. Ein über diesen Betrag hinausgehender Verdienst wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Wenn die Summe aus dem Hinzuverdienst und der gekürzten Rente über dem bisherigen Einkommen liegt, wird der darüber liegende Hinzuverdienst zu 100 Prozent auf die verbliebene Teilrente angerechnet.
Die Bundesregierung möchte so den Anreiz zum Arbeiten auch nach Erreichen des 67. Lebensjahres durch höhere Ansprüche steigern. Außerdem sollen Arbeitnehmer im Alter von 63 - 67 durch das Modell der Teilrente mehr dazu verdienen. Daher hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf verabschiedet, um es zu vereinfachen auch im Altern noch zu arbeiten, gleichzeitig eine vorgezogene Rente zu beziehen und so unter dem Strich mehr zu verdienen, als vor 2017 im Rentenalter möglich war.

Änderungen

Die 2016 noch bestehenden monatlichen Hinzuverdienstgrenzen für die Alters-Teilrente entfallen seit 2017 und es gibt es pro Kalenderjahr keine festgeschriebene obere Hinzuverdienstgrenze mehr, sondern stattdessen einen  Freibetrag von 6300 € jährlich (das entspricht monatlich 450€ Hinzuverdienst, mit maximal zwei Monaten 900€ Verdienst im Jahr). Mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze, dürfen Renter seit 2017 jetzt eben nicht nur einen bestimmten Freibetrag hinzuverdienen, sondern beliebig viel. Die festen Verdienstobergrenzen fallen weg und eine stufenlose Anrechnung des Hinzuverdienstes gilt stattdessen:
Wird ab einem Alter von 63 Jahren der Hinzuverdienst-Freibetrag von 6300€ pro Jahr überschritten, werden seit Januar 2017 40 Prozent von der Rente in Ansatz gebracht.
Diese Anrechnungsregelung verhindert, dass eine geringfügige Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze automatisch einen großen Rentenverlust mit sich bringt. Es gibt nun also keine unverhältnismäßigen Teilrenten in 1/2, 2/3 oder 1/3 Stufen mehr, sondern variablere Anteile, die sich aus der Hinzuverdienstberücksichtigung ergeben.

Die alten Hinzuverdienstgrenzen gelten nur in dem Ausnahmefall, dass die neuen Regelungen des Hinzuverdienstrechts einen niedrigeren Anspruch ergeben würden.


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