zurück

Hörgeräte

Hand hält Hörgeräte vor grünem Hintergrund.

Hörgeräte im Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt die Hörfähigkeit ab. Oftmals merkt die betroffene Person als Letztes, dass sie schlechter hört. Daher empfiehlt es sich ab einem bestimmten Alter regelmäßige Hörtests zu machen. Man kann diesen in seine Liste mit Vorsorgeterminen und Gesundheitschecks, die man jährlich durchführen lässt, mit Aufnehmen, so wird auch verhindert, dass man ihn vergisst. Einen Hörtest kann man auch online durchführen, auf den Internetseiten vieler Hörgerätehersteller ist einer zu finden. So komfortabel das auch sein mag, sollte man trotzdem auch einen Hörtest bei einem Arzt oder in einem Fachgeschäft von geschultem Personal durchführen lassen, insbesondere, wenn bei dem Online-Test Auffälligkeiten und keine 100% Hörfähigkeit festgestellt wurden. In vielen Fachgeschäften sind Hörtests sogar kostenlos.
Hörgeräte werden aber nicht nur bei einem Hörverlust eingesetzt. Auch bei Tinnitus kommen sie zum Einsatz. Diese speziell für Tinnituspatienten entwickelten Geräte verstärken je nach Krankheitsbild nicht unbedingt die akustischen Signale. Hat der Patient keinen Hörverlust, braucht er auch keinen Verstärker. Der Sinn dieser Geräte liegt darin, ein Rauschen zu erzeugen, dass den Tinnitus, also das Pfeifen, überlagert, was für die Betroffenen sehr angenehm ist.

Da Gehörhilfen als Hilfsmittel anerkannt sind, übernimmt die Krankenkasse die Anschaffungskosten, sowie Anpassungs-, Reparatur- und Wartungskosten. Dies gilt bis zu einem Wert von 784,94€ pro Gerät und 1500€ für Hörgeräte für beide Ohren. Der Versicherte muss dann nur einen Eigenanteil von 10€ pro Ohr zahlen. Braucht man ein spezielles Gerät, dass teurer ist, übernimmt die Krankenkasse auch hier die Kosten, wenn medizinische Gründe vorliegen. Wählt man ohne medizinische Notwendigkeit ein teureres Modell, muss man die Differenzkosten selbst bezahlen. Alle 6 Jahre hat man zudem einen Anspruch auf ein neues Hörgerät. Verschlechtert sich das Hörvermögen, muss man also nicht aus eigener Tasche ein neues Gerät bezahlen.

Da ein Hörgerät je nach Modell und individuellen Wünschen und Bedürfnissen des Betroffenen also eine durchaus kostspielige Anschaffung sein kann, kann sich eine Versicherung lohnen. Diese haftet sollte das Gerät verloren oder versehentlich kaputt gehen.

Wer ein Hörgerät bekommt, sollte es auf jeden Fall beim Hörgeräteakustiker einstellen und anpassen lassen. Jeder braucht andere Einstellungen, daher ist es wichtig dies in der Anfangszeit oft überprüfen zu lassen, ob die Einstellungen passen. Nur so kann das volle Potential ausgeschöpft werden und eine spürbarer Verbesserung der Hörfähigkeit erreicht werden. Auch eine regelmäßige Reinigung und Wartung sind wichtig, damit man viele Jahre lang Freude an und mit seinem Hörgerät und der gesteigerten Lebensqualität durch das bessere Hörvermögen hat.