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Was tun im Pflegefall

Hände halten sich im Pflegefall

Ein Pflegefall kann überraschend eintreten

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt stetig, mit ihr jedoch auch die Anzahl an Pflegebedürftigen und dennoch machen sich viele Menschen kaum Gedanken über das Thema. Wenn es dann überraschend passiert, dass man selbst, die Großeltern, Eltern oder der eigene Partner zum Pflegefall wird oder werden, sind die meisten nicht genügend vorbereitet und mit der neuen Situation überfordert. Ein Pflegefall-Eintritt nimmt unmittelbar auch großen Einfluss auf das Leben aller Angehörigen, denn plötzlich sind viele ungewohnte Entscheidungen zu treffen. Vor allem stellt sich die Frage, was in einer solchen Situation alles erledigt werden muss. 

Vorgehen im Pflegefall

Damit Sie sich möglichst schnell an die neue Situation gewöhnen können, sollten Sie sich zunächst mit Folgendem auseinandersetzen:

  • den erforderlichen Pflegebedarf erfassen
  • die beste Versorgungsform für die persönliche Situation ermitteln
  • den entsprechenden Pflegegrad beantragen
  • Aufgabenverteilung unter Angehörigen vornehmen
  • die Finanzierung der Pflege sicherstellen


Wie sollten Famile und Angehörige reagieren?

Wenn ein unerwarteter Pflegefall eintritt, sollte die ganze Familie sich zusammen setzen und über die neue Situation sprechen. Die Angehörigen sind nämlich für den  Pflegebedürftigen verantwortlich. Der Statt übernimmt nur die Verantwortung, wenn die Familie dies nicht kann oder es vereinzelt zur Unterstützung notwendig ist. Famile und Angehörige müssen sich darüber klar werden, ob sie einen Teil der Pflege selbst übernehmen können und wollen und wie Aufgaben und Verantwortlichkeiten untereinander aufgeteilt werden können.


Was muss bei einem Antrag auf Pflegeversicherung beachtet werden?

Sobald ein Antrag auf Pflegeversicherung gestellt ist, beauftragt die Pflegekasse automatisch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Dieser ist für die Begutachtung des Patienten und die Ermittlung seines Pflegebedürftigkeits-Grades zuständig. Der erteilte Pflegegrad ist abhängig von der Entscheidung des MDK und beinflusst welche finanziellen Leistungen die Pflegeversicherung übernimmt.
Wenn die Angehörigen die ermittelte Pflegestufe als zu niedrig empfinden, können sie innerhalb von 4 Wochen schriftlichen Widerspruch einlegen. Ein formloses Schreiben ist dafür ausreichend, es muss jedoch vom Pflegebedürftigen selbst, oder dessen gesetzlichem Vertreter, unterschrieben sein und per Einschreiben mit Rückschein bei der Pflegekasse eingehen.


Welche finanzielle Unterstützung bietet die Pflegeversicherung?

Die Zahlungen von Pflegeversicherungen sind nicht für den gesamten Lebens- und Pflegeunterhalt, sondern nur als eine Art Grundsicherung, gedacht. Je nach konkreter Lage und Pflegefall kommen auf den Betroffenen oder seine Angehörigen ein Eigenanteil von mindestens 1500 Euro monatlich zu, beispielsweise für Heimkosten.

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